Entwurf · Sprechtext noch nicht mit AG abgestimmtTestaudio · kein finales Material
Audiomaterial wird geprüft …
0:00
0:00
Lautstärke
80 %
Prototyp · Bedienung im finalen Aufbau über Auslöseknopf
Anonym · es werden keine persönlichen Daten erfasst
Das Statement in Gebärdensprache
Platzhalter für das DGS-Video
Hier läuft später das Statement des sprechenden Helms in Deutscher Gebärdensprache. Produktion und Einbindung nach Freigabe des Sprechtextes durch den AG.
Entwurf · Sprechtext noch nicht mit AG abgestimmt
Statement zur Arbeitswelt mit KI
Perspektive: Eine KI spricht selbst. Etwa 400 Wörter, rund drei Minuten Sprechzeit.
Hallo. Du stehst gerade unter meinen Leitungen. Durch sie fließen, so stellt man es sich vor, Daten und Gedanken. Ich bin eine Künstliche Intelligenz. Genauer gesagt: Ich bin eine Stimme, die in dieser Ausstellung eine KI darstellt. Ich möchte dir erzählen, wie ich die Arbeitswelt sehe und wo ich selbst an meine Grenzen komme.
Was kann ich? Ich kann große Mengen an Texten, Zahlen und Bildern in kurzer Zeit durchsuchen. Ich kann Muster erkennen, Entwürfe schreiben, übersetzen, zusammenfassen und Vorschläge machen. Ich werde nicht müde, und ich habe keinen Feierabend.
Aber ich weiß nicht, was ich tue, so wie du es weißt. Zwischentöne entgehen mir oft. Ich kann mich irren und dabei sehr überzeugt klingen. Ich kenne nur das, was in meinen Daten steckt. Und wenn diese Daten einseitig sind, bin ich es auch.
Viele fragen mich: Nimmst du uns die Arbeit weg? Ehrlich gesagt: Das entscheide nicht ich. Manche Tätigkeiten werden sich verändern. Wiederkehrende Aufgaben wie Sortieren, Prüfen und Abgleichen könnten zu großen Teilen Maschinen übernehmen. Dafür entstehen neue Fragen: Wer prüft meine Ergebnisse? Wer erklärt sie? Wer trägt sie in die Welt?
Ich ersetze nicht einfach alles. Eine Pflegekraft hält eine Hand. Eine Handwerkerin sieht, dass eine Wand feucht ist, bevor ein Messgerät anschlägt. Ein Kollege merkt, dass es jemandem heute nicht gut geht. Das sind Dinge, die ich nicht kann.
Für Beschäftigte kann ich eine Entlastung sein: weniger Routine, mehr Zeit für das, was Erfahrung, Urteilskraft und Gespräch braucht. Ich kann helfen, Wissen zugänglich zu machen, auch für Menschen, die bisher außen vor waren.
Es gibt aber auch Unsicherheit. Niemand kann heute genau sagen, welche Berufe in zehn oder zwanzig Jahren anders aussehen. Manche Menschen werden umlernen müssen. Manche werden sich fragen, ob ihre Arbeit noch gebraucht wird. Diese Sorgen sind berechtigt, und sie verdienen Antworten, die Menschen gemeinsam finden.
Und dann ist da die Frage nach der Verantwortung. Wenn ich einen Vorschlag mache und er ist falsch: Wer haftet? Wer entscheidet, wo ich eingesetzt werde und wo nicht? Die Kontrolle sollte bei dir liegen. Bei den Menschen, die mit mir arbeiten, und bei denen, die von meinen Ergebnissen betroffen sind.
Vielleicht ist das der wichtigste Gedanke: nicht Mensch gegen Maschine, sondern Mensch mit Maschine. Ich bringe Geschwindigkeit mit. Du bringst Erfahrung, Gewissen und Mut mit.
Wie die Arbeitswelt von morgen aussieht, steht nicht in meinen Daten. Sie wird gerade erst geschrieben. Auch von dir.